Verhindern Sie Zittern und Bangen durch eine warme Silage.
Wie halte ich meine Silage kühl?
Eine warme Silage kostet Energie, Milch und Gesundheit. Erst beim Öffnen sehen Sie, was Sie eingefahren haben: eine kühle Qualitätssilage oder eine Fehlgärung. Die Erwärmung macht das Futter weniger schmackhaft und verringert die Aufnahme. Mit der richtigen Vorgehensweise beim Einsilieren und Öffnen des Silos bleibt Ihre Silage kühl, stabil und schmackhaft.
Investieren Sie in eine hochwertige Silage
In den letzten Wochen wurden wieder zahlreiche Gras- und Maissilagen hergestellt. Mit viel Einsatz wurde geerntet, Silage festgefahren und abgedeckt. Alles mit dem gleichen Ziel: eine schmackhafte, stabile Silage, die Ihren Kühen viel Energie und Eiweiß liefert, damit Sie auch im kommenden Jahr wieder problemlos melken können.
Das tatsächliche Ergebnis zeigt sich jedoch erst, wenn das Silo geöffnet wird. Ob Sie später eine kühle, hochwertige Silage füttern oder mit Nacherwärmungen zu kämpfen haben, entscheidet sich bereits jetzt. Während der Konservierung selbst lässt sich kaum noch etwas korrigieren. Entscheidend ist die Vorgehensweise beim Einsilieren und Öffnen des Silos.
Was macht eine gute Silage aus?
Eine gelungene Silage erkennen Sie an folgenden Merkmalen:
- Ausreichend Milch- und Essigsäure: beide hoch genug für eine gute Konservierung und stabile Silage
- pH-Wert: unter 4,2
- NH3-Anteil: unter 7
- Zucker: noch ausreichend vorhanden für zusätzliche Schmackhaftigkeit und teilweise in Propylenglykol umgewandelt, um den Stoffwechsel zu unterstützen und die Gefahr der Nachgärung zu verringern
- Buttersäure: unter 1
Das Verhältnis von Milchsäure zu Essigsäure ist wichtig (ideal 3 : 1). Bei einem ausgewogenen Verhältnis bleibt die Silage stabil und das Risiko einer Erwärmung wird stark verringert. Im Allgemeinen wird angestrebt, mindestens 20 Gramm Essigsäure pro kg Trockensubstanz zu bilden, um eine Nacherwärmung zu verhindern.
Auswirkungen von Nachgärung im Futter
Wenn ein Silo nach dem Öffnen warm wird, werden zunächst Hefen und später Schimmelpilze aktiv. Diese wandeln wertvolle Nährstoffe in Wärme, CO₂ und Ethanol um. Die Folge: Energie- und Proteinverlust, verminderte Schmackhaftigkeit und geringere Aufnahme. Die Erwärmung hört nicht an der Schnittfläche auf, auch im Futter werden die Auswirkungen oft unterschätzt.
- Futterwertverlust: Energie und Proteine gehen durch Umwandlung in Wärme und CO2 verloren.
- Geringere Trockenmasseaufnahme: Erwärmtes und verschimmeltes Futter wird weniger gerne aufgenommen.
- Risiko von Pansenproblemen: Selektives Fressen erhöht das Risiko einer Pansenübersäuerung.
- Gesundheitsrisiken durch Mykotoxine: Schimmelpilze können Mykotoxine produzieren, die sich negativ auf die Widerstandsfähigkeit, Fruchtbarkeit und Klauengesundheit auswirken und das Risiko einer Euterentzündung erhöhen.
- Unruhe in der Herde: Ungleichmäßige Futteraufnahme führt zu Stress und schwankender Leistung.
- Finanzieller Schaden: Neben Leistungsverlusten und Gesundheitsproblemen geht auch Futter verloren.
Prävention beginnt beim Silieren
Nachgärung lässt sich nicht erst beim Öffnen eines Gras- oder Maissilos verhindern, sondern bereits während der Einsilierungsphase:
- Gutes Verdichten und luftdichtes Verschließen verhindert Sauerstoffeintrag.
- Nicht zu trocken einlagern: Trockene Silos sind anfälliger für Erwärmung.
- Mindestens 6 Wochen geschlossen halten, um eine vollständige Konservierung zu erreichen.
- Die Verwendung von Silierzusätzen (wie Tasty Silage Grass) steuert die Konservierung. Ein schneller pH-Abfall durch milchsäurebildende Bakterien sorgt dafür, dass schädliche und unerwünschte Bakterien kaum eine Chance haben.
Maßnahmen beim Öffnen des Silos
Ist die Konservierung abgeschlossen, besteht beim Öffnen des Silos und Füttern ebenfalls die Gefahr der Nachgärung. Ein intelligentes Rationsmanagement hilft, Nachgärung am Futtertrog zu verhindern.
- Sorgen Sie für eine ausreichende Fütterungsgeschwindigkeit: mindestens 1,5 bis 2 Meter pro Woche
- Mischen Sie leicht anfällige Partien mit stabileren Silagen, um die Ration homogener und stabiler zu machen
- Sorgen Sie für eine homogene Mischung aus Silage, Kraftfutter und Nebenprodukten
- Planen Sie die Entnahme aus dem Silo effizient, damit möglichst wenig Sauerstoff hinzukommt
- Halten Sie die Schnittfläche glatt und sauber
- Entfernen Sie (verschimmelte) Futterreste sofort und in ausreichender Entfernung vom Silo.
FarmPEQ Fresh TMR Powder – ein „Dressing” für TMR-Rationen
FarmPEQ Fresh TMR Powder enthält eine synergistische Mischung aus (organischen) Säuren und Salzen, die dem Verderben durch Nachgärung und Schimmelbildung in TMR-Rationen entgegenwirkt. Es enthält Ameisensäure, die die Entwicklung von Hefen und Bakterien hemmt, sowie Propionsäure, die sehr wirksam gegen Schimmelpilze ist. Durch diese Kombination ist Farm PEQ Fresh TMR Powder wirksamer als Produkte, die nur auf einer einzigen Komponente basieren. Die organischen Säuren verleihen der Ration einen frischen Geschmack, vergleichbar mit einem Salatdressing, wodurch die Tiere mehr Trockenmasse aufnehmen. FarmPEQ Fresh TMR Powder ist nicht korrosiv und lässt sich leicht in den Futtermischwagen dosieren.
Zusätzliche Sicherheit mit AFC Firewall
Ist die Konservierung doch nicht ganz wie erhofft verlaufen oder möchten Sie kein Risiko eingehen? Dann können Sie auch AFC Firewall als Sicherheitsnetz einsetzen. Diese Mischung aus gepufferten organischen Säuren und Salzen kann direkt auf die Schnittfläche und in die Ration zugefügt werden. Sie tötet Hefen, Schimmelpilze und Fäulnisbakterien wirksam ab. AFC Firewall ist nicht korrosiv und kann sicher in Rationen eingesetzt werden.
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Gras- oder Maissilage stabil bleibt und vermeiden Sie Verluste. Möchten Sie wissen, wie Sie in Ihrer Situation am besten mit der Nachgärung umgehen? Wenden Sie sich an unsere Spezialisten.