Mykotoxine, die unsichtbare Gefahr
Mykotoxine sind Giftstoffe, die von Schimmelpilzen und Hefen produziert werden. Eine Mykotoxinbelastung ist weit verbreitet und stellt in vielen Milchviehbetrieben eine latente Gefahr dar. Sie äußert sich in geringerer Produktion und geringerem Wachstum, Klauenproblemen und geschwollenen Gelenken, erhöhter Zellzahl und Mastitis, verminderter Fruchtbarkeit und vagen Gesundheitsbeschwerden.
Gras- und Maissilagen, energie- und proteinreiche Rohstoffe, Nebenprodukte, Kraftfutter und sogar Liegeboxeneinstreu können eine Mykotoxinquelle darstellen. Obwohl sie nicht immer direkt zu akuten Krankheitssymptomen führen, verursachen Mykotoxine über einen längeren Zeitraum chronische Probleme.. Generell wirken sich Mykotoxine negativ auf die Widerstandsfähigkeit und die Pansenfunktion aus. Das Ausmaß der Erkrankung und der Mykotoxintyp bestimmen, welche Symptome sichtbar werden.
Untersuchungen haben ergeben, dass Mykotoxine die Betriebsergebnisse beeinflussen durch:
- die Unterdrückung des Immunsystems
- die Verursachung einer schlechteren Fruchtbarkeit
- die Schädigung der Darmgesundheit
- die Verringerung der Produktion
- die Verringerung der Futteraufnahme
Bislang wurden mehr als 500 verschiedene Mykotoxine identifiziert. Umweltfaktoren wie Temperatur und (Luft-)Feuchtigkeit begünstigen das Wachstum von Schimmelpilzen und damit die Bildung von Mykotoxinen. Insbesondere unter Stressbedingungen sind die Pflanzen anfällig für Schimmelpilze, die ihrerseits mehr Mykotoxine produzieren. Deshalb ist es auch von Bedeutung, auf die Widerstandsfähigkeit der Kulturpflanzen zu achten.
Die Lebensmittelqualität wird unter die Lupe genommen - sowohl in der Milchverarbeitung als auch bei den Verbrauchern. Daher ist es sehr wichtig, dass das Futter sicher ist. Ein wirksames Mykotoxin-Kontrollprogramm ist zum Schutz der Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren und Verbrauchern von entscheidender Bedeutung.
Erfahren Sie mehr über unsere Vorgehensweise mithilfe des Mykotoxin-Checks.