Werden Sie nicht zum „Blindmelker“!
Probleme mit der Eutergesundheit erfordern einen konkreten und praktischen Ansatz. Heemskerk kann in Ihrem Betrieb einen Eutergesundheit-Scan vornehmen. Unsere Rinderspezialisten betrachten Ihren Betrieb aus einer neuen Perspektive.
In Bezug auf Eutergesundheit verwenden wir zwei Maßstäbe: Zellzahl und % klinische Mastitis. Wenn die Zellzahl über 150.000 liegt und mehr als 20 % klinische Mastitis in einem Betrieb vorliegt, sind weitere Maßnahmen wünschenswert.
Inventarisieren
Ein Eutergesundheit-Scan beginnt am Küchentisch, wo die vorhandenen Daten wie u. a. MLP-Daten (Milchleistungsprüfung), bakteriologische Untersuchung, Qualitätsübersicht Molkerei und Trockenstehzeit
Analyse studiert werden. Schnell erhält man dann viele weitere Informationen wie: Was sind die wichtigsten Krankheitserreger? Handelt es sich um Erreger, die mit der individuellen Kuh zusammenhängen oder um Umgebungserreger? Wie kommen die Kühe aus der Trockenstehzeit? In welchem Laktationsstadium entstehen die Fälle klinischer Mastitis?
Beobachten
Selbstverständlich bleiben wir nicht am Küchentisch sitzen. Im und rund um den Melkstand und Stall werden Hygienescore und allgemeine Gesundheit der Kühe beurteilt. Wie steht es um die Zitzenkondition und die Futterhygiene? Besteht Überbelegung? Auch die Einstellung der Melkanlage und die verwendeten Zitzengummis werden überprüft. Ferner werden Körperkondition und Widerstandskraft der Kühe untersucht. Wie ist die Ration zusammengestellt? Eventuell können wir mit einer Tankmilchprobe den Selengehalt bestimmen.
Beraten
Ein wichtiger Aspekt bei der Verbesserung der Eutergesundheit ist das Verfahren rund um das Melken. Bei einem Eutergesundheit-Scan wird mit dem Kunden der Ablauf rund um das Melken besprochen. Nicht nur das Melkverfahren wird betrachtet, sondern auch, wie sich die Kühe vor dem Melken, während des Melkens und nach dem Melken verhalten. Alle Daten werden gesammelt und in einer konkreten Empfehlung für Ihren Betrieb ausgearbeitet, sodass Sie sofort Maßnahmen treffen können.
Wie melken Sie? Legen Sie es fest
Von allen Kernaufgaben am Betrieb erfordert das Melken die meiste Arbeit. Mit einem gut eingerichteten Melkstand und Stall sowie effizient gestalteten Wegen lässt sich ein erheblicher Zeitgewinn schaffen. Durch die Optimierung und Festlegung Ihrer Arbeitsweise in einem Melkprotokoll können Sie jährlich viel Zeit sparen. Außerdem wirkt sich ein gutes Melkprotokoll positiv auf Produktion und Eutergesundheit aus. Unverzichtbar ist ein Melkprotokoll vor allem, wenn auf einem Betrieb durch mehrere Personen gemolken wird.
Hyperkeratose (Verhornung) ist ein Prozess der Hautverdickung rund um die Zitzenöffnung, die durch Stress während des Melkens und/oder schlechte Melkverfahren verursacht wird. Täglich bilden sich neue Schwielen und entsteht an der Zitzenspitze eine perfekte Quelle für Bakterienwachstum. Kontrollieren Sie die Zitzen täglich und beurteilen Sie die Zitzenspitze. Zur Vermeidung von Betriebsblindheit ist empfehlenswert, die Zitzenspitzen auch von einer außenstehenden Person beurteilen zu lassen. Ein richtiges Melkverfahren und eine gute Einstellung der automatischen Abnahme verbessern die Zitzenkondition.