So halten Sie Mastitis-Erreger im Schach
Bakterien sind überall, und die meisten von ihnen sind nicht
schädlich, sondern sogar unverzichtbar, wie die Bakterien im Boden und im
Pansen. Es gibt jedoch eine Gruppe von Bakterien, mit denen wir uns lieber
nicht befassenn möchten, mit den Mastitis-Erregern. Besonders zu dieser
Jahreszeit, wenn das Wetter warm und feucht ist, sind sie aktiv. Also
aufgepasst!
Kuh oder Umwelt?
Man unterscheidet bei den Erregern von Mastitis in kuhassoziierte, die Übertragung findet vorwiegend beim Melken statt, und in umweltassoziierte Erreger. Wie der Name schon sagt, leben sie in der Umgebung der Kühe und die Infektion erfolgt meistens zwischen den Melkzeiten. Umweltassoziierte Bakterien werden häufig mit klinischer Mastitis in Verbindung gebracht. Darüber hinaus gibt es Bakterien, die sowohl auf der Küh als auch in der Umwelt leben oder Überleben.
Tab 1: Die häufigsten Bakterienarten, die Mastitis verursachen und Maßmahmen, die Sie ergreifen können.
Wer ist der Verursacher?
Es ist wichtig zu wissen, welche Bakterien in Ihrem Betrieb Mastitis verursachen, damit sie gezielt bekämpft werden können. Wenn Sie jedes Jahr eine Reihe von Proben bakteriologisch untersuchen lassen, erhalten Sie bereits einen guten Eindruck darüber, welche Keime in Ihrem Betrieb eine Rolle spielen, so dass Sie gezielt präventiv handeln können.
Melkprotokoll
Ein wichtiger Aspekt bei der Eutergesundheit ist der Melkprozess. Das Arbeiten nach einem festen Protokoll spart nicht nur Zeit, sondern wirkt sich auch positiv auf die Produktion und die Gesundheit aus. Besonders bei hohem Infektionsdruck, oft im Sommer, ist es ratsam, die Zitzen vor dem Melken mit einem Schaumdipp oder feuchten Vorbehandlungstüchern zu reinigen. Minimieren Sie die Übertragung von Bakterien, indem Sie Melkhandschuhe tragen und jede Kuh mit einem sauberen Tuch vorbehandeln. Das Zitzengummi ist der erste Kontakt zwischen Kuh und Melkmaschine. Ein rechtzeitiger Austausch nach 2.500 Melkvorgängen verhindert die Ansammlung vn Bakterien in Haarissen und an Verschleißstellen. Ein Melkroboter führt etwa 150 bis 200 Melkvorgänge pro Tag durch, so dass was Wechselintervall schon nach zwei bis drei Wochen erreicht ist! Silikon-Zitzengummis halten länger.
Dippen!
Die Zitzendesinfektion direkt nach dem Melken ist eine der wichtigsten Prophylaxemassnahmen. Mindestens 3/4 der Zitze sollten mit einem Zitzendesinfektionsmittel benetzt sein. Daher ist das Dippen der? Zitzen am effektivsten. Reinigen Sie den Dippbecher nach jedem Melken, damit Sie jedes Mal mit aeinem sauberen und trockenen Dippbecher starten können. Wenn Sie sich für das Sprühen entscheiden, wählen Sie ein gutes sprühfähriges Produkt. Überprüfen Sie den Einstellungen Ihres Sprühgeräts oder Melkroboters regelmäßig, vor allem, wenn Sie feststellen, dass sich der Verbrauch des Sprays ändert. Wir empfehlen Zitzendesinfektionsmittel auf Chlordioxidbasis, insbesondere im Sommer. Diese töten Bakterien am schnellsten und effektivsten ab, hinterlassen keine Rückstände in der Milch und eine Resistenz ist aufgrund ihrer Wirkung nicht möglich. Die Unterschiede zwischen den Wirkstoffen bei Dipp- und Sprayprodukten werden hier erklärt.
Probleme bei der Eutergesundheit erfordern einen gezielten und praktischen Ansatz. Unsere Fachberater helfen Ihnen gerne weiter.